Chronikerbetreuung (DMP)
Warum ein DMP mehr ist als eine Akte
Ein Disease-Management-Programm klingt nach Verwaltung — und ein Teil davon ist es auch: Einschreibung, Dokumentationsbögen, Erinnerungsschreiben. Der eigentliche Wert entsteht aber nicht durch das Formular, sondern durch den festen Rhythmus, den es erzwingt. Für Diabetes mellitus Typ 2, koronare Herzkrankheit und Asthma/COPD sehen wir eingeschriebene Patientinnen und Patienten alle drei Monate — unabhängig davon, ob gerade etwas akut ist. Genau diese Regelmäßigkeit fängt Verschlechterungen ab, bevor sie zu einem Notfall werden.
Die Einschreibung selbst ist unkompliziert: Sie unterschreiben eine Teilnahmeerklärung, wir übernehmen die Meldung an Ihre Krankenkasse. Ab dann bekommen Sie automatisch Termine vorgeschlagen, statt selbst daran denken zu müssen. Wer möchte, kann außerdem an einer strukturierten Schulung teilnehmen — etwa zur Insulin-Anpassung bei Diabetes oder zur Inhalationstechnik bei COPD.
Was wir bei jedem Kontrolltermin prüfen
Bei Diabetes sind das unter anderem HbA1c, Fußstatus und Augenhintergrund-Kontrolle (durch die Augenärztin oder den Augenarzt), bei KHK Blutdruck, Belastbarkeit und Medikamenten- Verträglichkeit, bei Asthma/COPD die Lungenfunktion und die Inhalationstechnik. Alle Werte tragen wir in die DMP-Dokumentation ein — das ist der bürokratische Teil, den Sie als Patientin oder Patient kaum bemerken, der aber dafür sorgt, dass sich Verläufe über Jahre vergleichen lassen, auch wenn zwischendurch ein anderes Praxismitglied den Termin übernimmt.
„Ein DMP-Termin ist selten spektakulär. Genau das ist der Punkt — wir wollen, dass er das bleibt." — Dr. med. Thomas Kollner, Gesellschafter


